Verfasst von: kalimera-blog | 12 Februar, 2008

Verkauf einer der schönsten Urlaubsregionen Griechenlands

Seit einiger Zeit wurden zwei Verträge unterschrieben die den Transit von zwei Gaspipelines durch Griechenland vorsehen.
Diese sollen bis zur Westküste Griechenlands in Epirus gebaut werden und dort über dem Meeresboden bis nach Italien zur kleinen
Hafenstadt Otranto verlaufen.
Die erste Gaspipeline ist schon im Bau und kommt aus Aserbaidschan. Anfangs sollte sie in der kleinen und idyllischen Bucht Stavrolimenas
im Ort Perdika ins Meer gelassen werden. Durch intensive Proteste der Einwohner des Urlaubsortes Perdika, wurde umgedacht und eine Stelle zwischen
benanntem Perdika und dem bekannten Ferienort Sivota ausgesucht.
Wer sich mit dem Thema nicht auskennt fragt sich sicher: warum denn protestieren? Die Pipeline wird doch sicher eingegraben und man wird es gar nicht merken dass es sie überhaupt gibt?

Leider falsch..!
Um das Erdgas voranzutreiben sind so genannte Gas-Verdichtungswerke alle paar hundert Kilometer erforderlich. Dort kommt das Gas in Luftform an.
Um es wieder mit entsprechendem Schub weiterzutreiben muss es durch Kühlung in flüssige Form gewandelt werden.
Dazu sind Unmengen an Wasser notwendig, die sich die Werke aus Flüssen, Seen oder eben wie in Sivota aus dem Meer holen müssen.
Das Meerwasser wird also zur Kühlung benutzt und anschließend ungefiltert mit hoher Temperatur wieder ins Meer gepumpt.
Die Hitze die entsteht wird (für die “kleine Pipeline” aus Aserbaidschan) durch drei 35 Meter hohe Kamine in die Lugt abgelassen.
Das Werk wird 40.000 m² einnehmen.
Die Temperatur dieser Abgase ist über 500 Grad. Man kann sich schnell 1+1 zusammenrechnen wie die Temperatur in der ohne hin schon im Sommer heißen Umgebung steigen wird.
In den Abgasen enthalten sind u.a. eine Menge CO2 und Feinstaub die in die bisher saubere Umwelt geblasen werden.

Die meisten wissen was Griechenland von Umweltschutz hält. Meint Ihr die werden in teure Feinstaubfilter investieren? “Lach”

Die zweite Pipeline kommt aus Russland von der Firma Gasprom, wo auch der “Ehrenwerte” Ex Bundeskanzler Schröder mittlerweile
Komplitze ist. Diese Pipeline wird den dreifachen Durchmesser haben und ein entsprechend grosses Werk brauchen und alles andere wird auch
entsprechend giftiger und voluminöser sein.

Aber warum nennt der “bekloppte Grieche” denn unseren lieben Ex-Kanzler einen Komplitzen?
Lest hier den Spiegelbericht der die Deutsche Ostsee betrifft und spätestens 2011 die Küste von Sivota, Perdika und sicher auch Parga, Preveza usw. die alle schon immer, jährlich die blaue Umwelflagge für beste Wasserqualität bekommen:

2,3 Milliarden Liter einer giftigen Lösung in der Ostsee
Ist der Grieche immer noch bekloppt oder doch Schrödi nicht ganz so ehrenwert wie man meinen sollte?

Zu gutem Schluß hier die Küsten die in Griechenland dran glauben müssen:

Perdika Agia Paraskevi Perdika Agia Paraskevi

Perdika Arilla Perdika Arilla

Sivota Mega Ammos Mega Ammos Strand Sivota

Das soll von der griechischen Regierung und Gazprom geopfert werden Ob man hier 2011 noch schwimmen kann?

Sivota Epirus Griechenland Links auf dem Berg sollen die Werke entstehen. Die Strömung zieht südlich nach..

Parga Epirus Griechenland Parga Strandabschnitt.

Wer schon mal in Epirus Urlaub gemacht hat, kennt sicher den einen oder anderen schönen Strand mit klarem Wasser das zum trinken einlädt…
Landkreis Thesprotia zu dem Sivota und Perdika gehören ist die ärmste Region Griechenlands und eine der ärmsten Regionen Europas der 15.
Mehr als die Hälfte der Leute lebt vom Tourismus. Im “kleinen Werk werden 8 Fachleute die ja vor Ort nicht vorhanden sind und 4 Wächter eingestellt.
Gas bekommt die Region auch keins, trotz der Pipelines.

Thesprotia darunter Sivota und Perdika wurden als Sonderangebot ausverkauft…!


Antworten

  1. [...] Verkauf einer der schönsten Urlaubsregionen Griechenlands [...]


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