Mehrere Monate sind seit den verheerenden Bränden in Griechenland vergangen und von den Großen Versprechen vor den Wahlen ist noch nicht mal Schall und Rauch übrig. Hunderttausende Griechen und Ausländer haben gespendet da sie mit den Brandopfern mitfühlten und ihnen möglichst schnell helfen wollten.’
Auch auf unseren Seiten hatten wir zu Spenden an Zentrale Spendenkonten aufgerufen und danken jedem von Euch der einen kleinen oder großen Obolus übrig hatte.
Um so zorniger wird man, wenn man hört das die berühmte griechische Bürokratie wieder mal, nicht ganz unerwartet, ihren Beitrag zum Leid der Bevölkerung leistet.
Den Hilfesuchenden werden immer neue Steine in den Weg gelegt, die Banken fordern nach einer kurzen Gnadenfrist ihre Schulden ein, notfalls mit Versteigerungen.
Einzig in zwei Orten tut sich einiges. Nämlich denen die von Zypern und einer reichen Familie gefördert werden. Hier sind schon die ersten Spatenstiche gesetzt und das Bauen geht fleißig und ohne große Hürden weiter.
Wieso leicht wenn es schwer geht? denken sich die Bürokraten des „Wasserkopflandes“ Griechenland.
Wasserkopfland weil kein anderes Land in der EU so viele Beamten hat wie Griechenland. Dabei sollte man doch denken hier würde alles schneller laufen…
Eben nicht, weil die meisten dieser …. durch Beziehungen bzw. Korruption ihre Posten belegt haben. Früher haben die Abgeordneten in Spee massenweise den Trauzeugen oder Taufpaten gemacht, vorzugsweise in Wahlstimmen-starken Familien und Clans.
Seit Anfang der 80er Jahre wurden die Wähler aber wortwörtlich wählerischer. Nicht etwa nach dem Motto der ist der geeignetste um uns in der Regierung zu vertreten, sondern „der hat mir, meinem Bruder, Kind, Neffen oder sonstigem Verwandten eine feste Stelle in der Beamtenfamilie versprochen…“
Um wieder zu den eigentlichen Opfern zu kommen. Diese haben nicht nur das Problem ihr Haus wieder zu bauen oder zu renovieren, sondern auch schwerwiegendere existenzielle Probleme. Die Tierherden die die Brände überlebt haben, mußten den ganzen Winter im freien verbringen oder unter provisorisch mit Planen hergestellten Ställen. Kein Wunder das hier viele Tiere eingegangen sind und diejenigen die überlebten gebären weniger oder gar nicht, was auch den Verlust an Milch zu Folge hat.
Ein Schäfer hier in Epirus mit dem ich geredet habe, meinte daß das Schlachtvieh zur Finanzierung des teuren Futters und sonstiger Ausgaben draufgeht. Was durch die Förderungen der EU und durch den Milchverkauf eingenommen wird, muß dann reichen um zu leben.
Die Olivenbauern sind wie schon mal erwähnt noch schlimmer dran. Wenn sie endlich Geld für den Kauf von neuen Pflanzen bekommen, dauert es bis zu 5 Jahre bis ein Baum die ersten Oliven bringt. Damit der Ertrag aber ausreichend ist dauert es mindestens 7 Jahre. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit und die Bäume wachsen erwartungsgemäß schnell.
Wie sagt man in Deutschland? ICH HABE SOOO EINEN HALS!!!
Aber die nächsten Wahlen kommen ja früher oder später….