Verfasst von: kalimera-blog | 18 Februar, 2009

Korruption in Griechenland hält weiter an

In Griechenland kommt man selten ohne Beziehungen oder "Beschleunigungsgeld" weiter

In Griechenland kommt man selten ohne Beziehungen oder "Beschleunigungsgeld" weiter

Ohne das so genannte „Fakelaki“ den Briefumschlag mit dem geforderten „Beschleunigungsgeld“ läuft bekanntlich kaum etwas in Griechenland. Trotz fallender griechischer Konjunktur (oder vielleicht auch gerade deswegen?) steigt die Korruption in Griechenland weiter an.
Knapp 800 Millionen Euro gaben die Griechen 2008,  laut einer Umfrage unter fast 7000 Bürgern aus, vorwiegend bei Ärzten um sich selbst oder Verwandte eine bessere und schnellere Behandlung zu sichern sowie bei Finanzbeamten aus Furcht einer zu strengen Buchprüfung bzw. um schneller eine Bescheinigung zu bekommen.

An dritter Stelle kommen die Bauämter zur Beschleunigung von Baugenehmigungen oder damit die Beamte ein Auge zu drücken.
Über die Hälfte der Befragten sahen in naher Zukunft und unabhängig von der jeweils regierenden Partei, keine Besserung der Lage. Die Mehrheit fand als einzige Lösung die Gründung einer Sonderbehörde die direkt dem Premierminister unterstellt ist und in allen Bereichen des öffentlichen Lebens hart durchgreifen. Nur eine drastische Erhöhung der Strafen korrupter Beamte und Ärzte würde Griechenland langsam aus dem Sumpf holen.
Ebenfalls müssten die Richter so gut bezahlt werden, dass sie keine „Finanzspritze“ nötig hätten.

FERIENWOHNUNGEN IN GRIECHENLAND

FERIENWOHNUNGEN IN GRIECHENLAND


Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Kategorien