Verfasst von: kalimera-blog | 9 Januar, 2008

Lesbos, Flüchtlinge wieder in die Türkei gebracht

In einem Artikel berichtete der Spiegel das die griechische Küstenwache Flüchtlinge, die aus der Türkei mit Schlepper – Booten auf die griechischen Inseln gebracht wurden, wieder in die Türkei bzw. auf türkische Inseln zurückverfrachtete.
Ich bin grundsätzlich gegen diese Handhabe des Problems. ABER kann ich auch die griechische Regierung verstehen. Griechenland ist mittlerweile das Land mit dem größten Ausländeranteil, dafür aber immer noch eins der ärmsten Länder Europas.

Pro Asyl, eine Organisation die sich für die Rechte von Flüchtlingen einsetzt, bemängelte und protestierte auch zurecht gegen diese Vorgehensweise. Weder Spiegel noch ProAsyl aber erwähnten, dass das Problem nicht seine Wurzel in Griechenland hat sondern der Türkei.
Vor mehr als 20 Jahren war ich an der griechisch – türkischen Grenze stationiert. Damals schon hatte Griechenland akute Probleme mit türkischen Schlepperbanden, die den armen Flüchtlingen horrende Summen abknüpften um sie nachts heimlich über den Fluss Evros zu bringen.
Was den verzweifelten Flüchtlingen aber nicht gesagt wurde, war dass sich auf Griechischer Seite eine Sperrzone befand mit Minenfeldern die regelmäßig versetzt wurden.

So gab es regelmäßig Opfer die ahnungslos in diese Minenfelder tappten. Wie es heute dort aussieht weiss ich nicht, ist auch streng geheim.
Heute gibt es aber auch die griechische Grenzpolizei, die recht gut ist beim einsammeln von Flüchtlingen.

Ich denke Griechenland solle mehr Druck in der EU und den Vereinten Nationen machen, das die Türkei das Problem „Schlepperbanden“ eindämmt und ein Abkommen unterzeichnet, seine Flüchtlinge gefälligst selber aufzufangen und zu versorgen.
Schließlich ist das Land auch reicher als Griechenland und vor allem viel größer.

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